Ein gutes Buch lässt den Leser

niemals unberührt zurück

©2013 Jutta Schütz

 

Bücher leben in erster Linie von ihrem Inhalt. Aber was macht ein gutes Buch aus? Ein Buch muss sich anfassen lassen, denn das Betasten eines Buches ist ohne Frage ein sinnliches Erlebnis - und ein gutes Buch ist es dann, wenn sich bei jeder erneuten Lektüre immer noch neue Aspekte eröffnen - dazu gehört der Plot ebenso wie die Sprache. Natürlich sind Themen ähnlich, schließlich können Autoren nicht bei jedem Buch das Rad neu erfinden, aber ein gutes Buch hat immer irgendetwas ganz Besonderes - seien es schöne Beschreibungen, Sprachwitz, besondere Charaktere, o.ä.

 

Es liegt sicherlich im Auge des Betrachters, ob ein Buch nun gut oder schlecht ist.

 

Ein Buch, das schön geschrieben ist, dessen Geschichte vielleicht nicht so sehr mitreißt, wird der Leser dennoch bis zur letzten Seite lesen.

 

Ein wirklich gutes Buch ist jedoch eines, in dem beides ineinander greift, in dem man sowohl in die Sprache als auch in die Geschichte eintauchen kann, eines, auf das man sich schon wieder freut, wenn man das Lesezeichen zwischen die Seiten legt und den Buchdeckel schließt.

 

Ein gutes Buch wird im Kopf weiter umher springen und in das Herz und in die Seele eintauchen. Es lässt nachdenken, mitfühlen und es bringt einen zum Lachen und zum Weinen und es wirkt noch lange nach, auch wenn es schon längst fertig gelesen ist.

 

Das perfekte Buch für eine lange Bahnfahrt ist sicherlich ein anderes als jenes, das wunderbar zu einer ruhigen Stunde mit einem Gläschen Rotwein passt. Eines gilt jedoch generell: Ein gutes Buch lässt den Leser niemals unberührt zurück.